9. Platz auf internationaler Ebene

Sophie Lau vom TSV Bassen in Enschede, NL (Bild vergrößern)
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Judoka Lau bei den Open Twents in den Niederlanden

Eine riesige Halle, 10 Wettkampfflächen, 1300 Teilnehmer aus 10 Nationen – das waren die Open Twents 2025 in Enschede in den Niederlanden, ein internationales Judoturnier für Jugendliche und Erwachsene auf höchstem Niveau. Dieser Herausforderung stellte sich unsere Kämpferin Sophie Lau. Für die junge aufstrebende Kämpferin aus Bassen war es das erste Turnier dieser Größenordnung. Sophie reiste mit ihrem Vater und Trainer Michael Harms an. Alle waren überwältigt beim Anblick der riesigen Halle. Nachdem die erste Hürde, die Gewichtskontrolle, überstanden war, hieß es Ausschau nach der richtigen Wettkampffläche halten. Bei 10 Flächen gar nicht so einfach. Nachdem die richtige Matte gefunden wurde, ging es für Sophie in den Wettkampfmodus, voll konzentriert, aber mit etwas Anspannung. Das Starterfeld bestand aus 16 Teilnehmerinnen. Gekämpft wurde in der Altersklasse U(nter)13 bis 40 kg im Doppel-KO-System. Das bedeutet, nach zwei Niederlagen scheidet man aus. Mit einem Sieg kommt man eine Runde weiter.

Im ersten Kampf trat Sophie gegen eine Kämpferin aus den Niederlanden an. Sie tastete sich vorsichtig ran. Der Kampf verlagerte sich nach kurzer Zeit in den Boden. Der Boden ist eigentlich Sophies Stärke. Sie wehrte sich stark und versuchte sich in der Bauchlage zu verteidigen. Die Gegnerin konnte Sophie aber mit einer raffinierten Umdrehtechnik in den Haltegriff nehmen, aus der es kein Entkommen mehr gab. 20 Sekunden im Haltegriff bedeutete für die Deutsche die erste Niederlage im ersten Kampf. Die Enttäuschung war groß und erforderte erstmal Trost und Aufmunterung. Jetzt hieß es, in der Trostrunde alle Kämpfe zu gewinnen, um noch die Chance auf Platz 3 zu haben.

Im nächsten Kampf war es wieder eine Kämpferin aus den Niederlanden. Beide wussten, eine weitere Niederlage ist das Aus. Also mussten beide gewinnen. Demnach wirkte dieser Kampf schon wie ein Finale. Beide Kämpferinnen versuchten sich mit Hüfttechniken zu werfen. Erst versuchte die Niederländerin einen O-goshi (Hüftwurf), Sophie verteidigte den Angriff und es ging in den Boden. Im Boden folgte kein weiterer Angriff. Also Mate (Stopp) und man musste wieder im Stand anfangen. Nun setzte Sophie einen O-goshi an, die Gegnerin verteidigte, wieder runter im Boden, kein Angriff, also wieder Mate. Im Stand wieder Angriff der Niederländerin, die Deutsche verhinderte den Wurf und rang ihre Gegnerin in den Boden. Ein Ansatz von Sophie zum Haltegriff wurde abgewehrt. Wieder im Stand versuchte beide wieder einen Hüftwurf, ohne Erfolg. Beide gingen erneut in den Boden. Hier konnte Sophie mit viel Kraftaufwand ihre Gegnerin auf den Rücken drehen und setzte sofort erfolgreich einen Mune-gatame (Brusthaltegriff) an. Dieser Haltegriff sicherte der deutschen Kämpferin ihren ersten Sieg und die nächste Runde.

In der nächsten Runde traf Sophie auf eine alte Bekannte aus Deutschland. Mit dieser Gegnerin hatte es die Bassenerin schön öfters auf Turnieren zu tun. Sie zählt momentan zu den besten Kämpferinnen in Niedersachsen in der Altersklasse U13. Die ersten Wurfansätze konnte Sophie abwehren. Die Gegnerin konnte Sophie aber in den Boden drücken, wo Sophie sich unglücklich in einen Haltegriff drehte und dem nicht mehr entkam. Das bedeutete die zweite Niederlage und das Ausscheiden aus dem Turnier.

Enttäuscht nach dem schnellen Aus, trat man den Heimweg an. Am Ende war Sophie aber stolz, den Mut gehabt zu haben, an einem internationalem Top-Turnier teilzunehmen. Ein 9. Platz kann sich richtig sehen lassen. Der Verein ist ebenfalls Stolz auf seine junge Wettkämpferin.


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